Dienstag, 29. Juli 2008

Flohmarkt am 25. August 2008

Festhalten !
Beim nächsten Stammtisch gibt es einen Flohmarkt.
Jeder, der nur im entferntesten, ganz nah oder direkt etwas zu Hause herum liegen hat, was mit Blues und/oder Mundharmonika zu tun hat, darf die Sachen am 25. August mit zum Stammtisch bringen.

Ob Bücher, Harps, CDs, Amps, Mikrofone, Kabel, Koffer oder anderes Zubehör - vielleicht kann es ja jemand gebrauchen. Verkauf oder Tausch, alles kann vereinbart werden.
Also kramt mal in Eure Schubladen, fummelt hinter die Schränke und briongt reichlich Zeug vorbei. Es wird bestimmt lustig.

Bis bald

Mario

Hootin` the Blues neue CD !!

























Hootin the Blues - Tree Mountain Hop

15.498 Sekunden oder knapp 259 Minuten, verteilt auf exakt 51 Songs - das ist genau die Zeit, die aufzubringen nötig ist, wenn man sich alle 4 CDs von "Hootin`the Blues" anhören möchte. Es gibt gar nicht genug Gelegenheiten, um auf die weit über das Genre Blues hinausgehende Klasse dieser Band hinzuweisen.

Das aus Münster stammende Trio ist ein Phänomen. Seit fast zwanzig Jahren bewegen sie sich musikalisch auf einem Level, das andere Bands ihres Genres wahrscheinlich nie erreichen werden. Da wird es Zeit für die vierte CD .
"Tree Mountain Hop" hält spielend das hohe Level der schon genialen Vorgänger-CDs. In ihrer westfälischen Heimat sind HTB ein dickes Ding - wen wundert's, läuft man dort mit traditionsbewusster Gitarrenarbeit ja offene Türen ein.



Aber es ist natürlich nicht immer alles der gute alte versoffene Kneipen-Schunkel-Boogie Marke Blues-Einerlei, das trifft auf HTB auf gar keinen Fall zu. Das Trio knüpft auch an die Enden von Country-Balladen, Ragtime, Jazz oder Hokum an. Eine Mischung der Musikrichtungen, die sich hier allerdings von einer zugänglichen Seite zeigt: klares, auf das Nötige beschränktes Klangbild, druckvoller Sound sowie eine Musikalität, die nie ins Muckertum abdriftet, sondern das selbstverständliche Ausschöpfen der eigenen Ausdrucksmöglichkeiten gewährleistet. Sprich: Gefrickel ist nicht stumpfe Leistungsschau, sondern macht Sinn.
Dabei bedienen sie sich aus dem Topf der sogenannten Klassiker: Hank Williams, Willie Dixon, Sippie Wallace, Brother Montgomery, Arthur Crudup, Fats Waller, Sam Cooke, Arthur Blake, Junior Parker. Zwei Stücke stammen aus der eigenen Feder, wie man so schön sagt.

"You Cant Judge a Book by Looking at The Cover" - Diese Version eines Willie Dixon Klassikers kommt recht dreckig rüber. Gerds Gesang wird mit einem leichten Hall unterlegt, als würde er von einer Kanzel herab auf seine Lämmer einreden. Die Botschaft ist so klar und eindeutig: Gehe nie nach dem Äußeren. Hier rappelt der Beat im Karton.
Oder der "Suitcase Blues" von Sippie Wallace (The Texas Nightingale). Gerd Gorke greift hierbei zu einer Bass-Mundharmonika, die stellenweise einem Didgeridoo gleicht. Die Gitarren spielen durchgehend den gleichen Beat und Rhythmus und bilden dadurch den spannenden Teppich, auf denen sich Gerd ganz den Lyrics widmen kann. Er beinhaltet beim ersten Hören keine Überraschungen und ist doch nach mehrmaligen Anhören zum Ohrwurm heran gewachsen. Das trifft aber auf jeden Titel der CD zu. Manche Songs wirken anfangs unscheinbar, doch die Detaildichte entdeckt man erst nach und nach und mit ihr die Klasse jedes einzelnen Songs.
Der "Coloured Bird " ist eine Hommage an den "BuntenVogel", einer Kneipe in der Innenstadt von Münster, in der jeden Dienstag Abend eine mittlerweile überregional bekannte Blues-Jam statt findet. Angeleitet von Memo Gonzalez und seinen Bluescasters. Der Song ist teils in englisch, teils in westfälischem Platt gesungen. Fällt aber nur auf, wenn man es weiß.



Gerd Gorke verzichtet ausschliesslich auf den Einsatz einer verstärkten Harp. Ganz klassisch nach den alten Vorbildern nutzt er die 1. und 2. Position auf der Bluesharp oder greift zur chromatischen Mundharmonika. Und wie er das macht. Gerd zählt schon seit Jahren zu jenen, die sich sehr genau mit der Geschichte des Blues im Allgemeinen und der Mundharmonika im Besonderen auskennen. Eine kleine Anzahl ausgezeichneter Bluesharper schwinden in Deutschland ihr Dasein. Gerd gehört mit seinem spielerischen Können und seinem unverkennbaren Stil dazu.
Günther Leifeld-Strikkeling, Gerd Gorke und Rupert Pfeiffer teilen sich auch die Gesangsparts, das sorgt natürlich für stimmliche Abwechslung.

HTB hören sich aber auch deshalb so schön an, weil sich dahinter eine gemeine, fast schon unfaire Ansammlung von virtuosen Profis versteckt. Allein die Präsenz der unterschiedlichen Gitarren, gespielt von Günther und Rupert, fordert ein genaueres Hinhören. Wie ein akustisches Ratespiel, wobei man heraus finden möchte, welches Instrument gerade gezupft wird. HTB nutzen ihre Talente, um eine Anzahl von Instrumenten erklingen zu lassen: akustische Gitarre, Bassharmonika, Dobro, Lap Steel Gitarre, Mandoline, Squareneck Dobro, Ukulele, Keyboard, elektrische Gitarre, elektrischer Bass sowie diverse Mundharmonikas.

Das Papp-Booklet liegt in Blues-Kreisen voll im Trend. Drei blaue Schattenrisse, drei S/W-Fotos von drei ausgezeichneten Musiker und drei Bäume bilden den Rahmen für diese CD.

"Hootin`the Blues" sind augenscheinlich vernarrt in die Vergangenheit. Aber weniger im Sinne einer Rückwärtsgewantheit als eines tiefer Hineingrabens in die Musik. Und über allem schwebt diese freudige Spiellust der 3 Musiker, man schmunzelt die gesamte Spieldauer über beide Ohren. Nichts wirkt aufgesetzt oder gestelzt, vielmehr spricht aus jedem Song die Seele des Blues. Das hat Klasse.

Mehr Infos unter

www.hootingtheblues.de


Human Globaler Zufall

Das Magazin mit dem roten Faden:

"HUMANGLOBALER ZUFALL erzählt spannende Geschichten von Menschen rund um den Globus, die der Zufall zusammengeführt hat. Der rote Faden spinnt sich vom deutschen Entwicklungshelfer in Ecuador bis zum Einwanderer-Pärchen in Baden-Baden. Fotostrecken namhafter Fotografen illustrieren die Reportagen. Ein Online-Portal mit einer interaktiven Landkarte und einem Reise-Blog erzählt die Geschichten hinter den Geschichten. Die erste Ausgabe von HUMANGLOBALER ZUFALL ist seit April 2008 im Handel erhältlich. Drei weitere Ausgaben folgen bis zum Jahresende."

Ausgabe 2 ist zur Zeit im Handel erhältlich.
Ein aussergewöhnliches Magazin und einen Kauf wert.

Das Besondere an diesem Magazin hinsichtlich Blues ist ein kleiner Beitrag von mir, der, man höre, etwas mit Blues zu tun hat und mit einem recht merkwürdigen Zufall. Aber lest selbst.

Samstag, 19. Juli 2008

Bin mal Pippi.............


Der Sommer läßt sich wie jedes Jahr im Juli nicht blicken. Zeit abzudüsen.
Ich verbringe die nächste Woche hinter schwedischen Gardinen in Stockholm. Ich war ein unartiger Junge.....:-(
HoHoHoHoHo-----ein kleiner....äh....Scherz. Ich wollte nur anmerken, das ich in einem umgebauten Gefängnis übernachten werde.
Wer sich dafür mal interessiert:
http://www.langholmen.com/

Und ich bin gespannt, was sich dort so alles anzuschauen lohnt.

Übrigens: oben auf dem Foto ganz links. Das ist SIE wirklich. Inger Nielson alias Pipi Langstrumpf. Unverkennbar. Und eine ganz sympathische Frau.
Foto anklicken, dann wird es größer!

Bis Bald wieder zurück in Münster

Montag, 14. Juli 2008

The Carbonphone

Selbst wenn man ausreichend mit Mikrofonen eingedeckt ist, so kann der klassische Blues-Harper nicht an dem einen oder anderen Modell vorbei schielen. Das ist eine Volkskrankheit, die jeden Musiker betrifft. Dafür braucht man sich nicht schämen, man ist ja nicht allein und somit ist man ganz unter sich.

Auf der Website der Firma Placidaudio gibt es drei zauberschön aussehende Mikrofone zu bestaunen. Da schnippt man doch gern die sommerlichen, blumenbestickten Clogs in der Luft zusammen. Die Modelle bezeichnet man folgendermassen:

The Copperphone
The Carbophone
The Copperphone Harmonica Mini


Aha! Man stutzt zurecht. Ein Mikrofon mit der bewusst gewählten Bestimmung für eine Mundharmonika. Das schaut man sich genauer an.

http://www.placidaudio.com/the-copperphone-harmonica-mini/

Hier erfährt man in englisch die gewissen technischen Details, die sich nur ausserirdischen Nerds erschliessen, mich aber nur schulterzuckend stehen lassen.

Es gibt neben YouTube Videos auch Hörbeispiele ! Stöbert mal auf der Seite herum.

Spannend wirds sein diese Mikros mal unter LIVE Bedingungen anzutesten. Okay, mein Geldbeutel ist auch schon ausgeplündert, aber es steht wie so vieles auf meiner Wunschliste. Sollte ich das Mikrofon mal in die Finger bekommen mache ich ein Clip daraus.

Folgende Künstler schwören auf diese Mikrofone:
  • Jack White (Raconteurs, The White Stripes)
  • Lou Barlow (Sebadoh, Dinosaur Jr.)
  • Tim DeLaughter (Polyphonic Spree)
  • Jason Lytle (Grandaddy)
  • Jim O’ Rourke (Sonic Youth, Wilco)
  • David Fridmann (Flaming Lips, Mogwai)
  • Blake Sennett (Rilo Kiley, The Elected)
  • Dave Pajo (Slint, Papa M, Dead Child, Zwan)
  • Eirikur Orri (Mum)
  • Samuli Kosminen (Mum)
  • Pete Keppler (David Bowie)
  • Annie Clark (St. Vincent)
  • Joel Pott (Athlete)
  • Daniel Bullock (The Scarring party)
  • Ajay Saggar (The Bent Moustache)
  • Joel Hamilton (The Book of Knots)
  • Chris Bell (Erykah Badu)
  • Andy Baker (Elvis Costello, Joe Cocker)
  • Eric Drew Feldman (Frank Black, Captain Beefheart)
  • John Vineyard (El Gato)
  • Jessie Hester (Sweet Lee Morrow)