Sonntag, 25. Mai 2008

Stammtisch 26 Juni 2008

Morgen ist es wieder so weit: Wir treffen uns wie gehabt in der LOGE, Diepenbrockstrasse, Münster. Und ich bring diesen kleinen Teufel mit. Wenn ihr noch euer Lieblings-Mikro mitbringen wollt, nur zu, ihr habr dann die Gelegenheit ihn auszuprobieren.

"Kleine bis kleinste Röhrenamps sind stark im Kommen. Früher hieß die Devise ja: Je größer (siehe Turmbau zu Babel), umso besser, und so manch ein ambitionierter Junggitarrist stürzte sich in Schulden, nur um später festzustellen, dass er sein Mega-Stack niemals und nirgends ausfahren konnte, weil die damit verbundene Lautstärke einfach Mitmusiker, Publikum und einem selber so gar nicht bekömmlich ist. Dank Mastervolume lässt sich das natürlich schon in den Griff bekommen, aber "the real thing" ist halt immer noch die Endstufenzerre; und auch bei Amps mit gut abgestimmten Vorstufen schadet es nicht, wenn die Endstufe noch ein bisschen mitpumpen darf.

Was liegt also näher, als kleine Amps zu bauen, die beim Proben, im Studio oder auch zu Hause aufgerissen werden können? Der Fender Champion (einen Champ gab´s in Fender-Urzeiten schon mit 12"er; Eric Clapton verwendete den für seine legendäre Layla mit Derek & the Dominoes) bringt schlanke 5 Watt auf die Waage; ein Hi und ein Lo-Input lassen einen zwischen früherer und späterer Anzerrung wählen, und alles andere macht man mit dem Volume-Regler. Clean-Reserven für Bandlautstärke darf man sich natürlich keine erwarten, aber aufgedreht singt der Kleine dann schon ordentlich - also auch kein Amp für späte Sessions in der Mietwohnung.

Auf alle Fälle: Echte Endstufenzerre, die sich noch bezahlter macht, wenn man einen größeren Speaker an den 4 Ohm-Ausgang hängt "




5 Watt




1x 6" Lautsprecher




Röhren: 1x 12AX7 und 1x 6V6




High/Low Eingang




Lautsprecher Ausgang für internen oder externen Lautsprecher (4 Ohm)




Volumen Control




Brown und Blonde Two-tone Vinyl Bezug




Maße (HxBxT): 28 x 31 x 19 cm




Gewicht 7 kg

(Quelle: www.thomann.de)



Und nicht vergessen!

Ein weiteres Highlight von Greg`s Bluesnight wird der Franzose Nico Wayne Toussaint sein, der sich in Frankreichs Bluesszene einen großen Namen gemacht hat und in einer Reihe mit Leuten wie J.J. Milteau, Frederick Yonnet oder Greg Slapczynski genannt werden muss. Jahrgang `73 hat er bereits sieben! Cds heraus gebracht.
Nico ist ein großer Fan von James Cotton und seine persönliche Darstellung von Cotton`s "Midnight Creeper" auf der Live Doppel-CD "Transatlantic Live" vermischt die Tradition mit Neuem.

02.06. Greg's Bluesnight mit Special Guest Nico Wayne Toussaint , Münster, Hot Jazz Club
http://www.myspace.com/nicowaynetoussaint

Sonntag, 18. Mai 2008

Son of Dave - 03



Ich sammel und sammel, höre mir etliche Musikstile an, gebe hunderten Harpspielern meinen Ohren und Füßen eine Chance. Ich verschweige nicht den hohen Anteil an Bands, Musikern und Mundharmonikaspielern, die bei mir im "Müll" landen. Jene welche, die den Blues zu ernst nehmen oder jene, die ihn zu verkrampft spielen.

Meine Suche geht immer Richtung "Oh-Ha !!" oder "Uuiih!" oder "Uufff!". Wenn jemand diese körperliche Reaktion, die von ganz tief innen kommt, aus mir heraus kitzeln kann, dann hat er es geschafft, dann bin ich Feuer und Flamme und meine Mission kann beginnen. Dann frage ich herum: "Hast Du schon einmal was von X gehört ? Oder von Y ?". Ich muss dann wie aus einem Zwang heraus dafür sorgen, das auch andere meine gefundenen Trüffel entdecken und sich anhören.

Es gibt einige Künstler, die stehen für sich und die brauchen keine weitere musikalische Ergänzung durch andere Musiker. Deren gespannte Präzision in dem was sie tun und deren omnipotente Präsenz beeindrucken durch ihre Einzigartigkeit. Seasick Steve ist so jemand.
( http://blues-harp-muenster.blogspot.com/2007/02/seasick-steve-cheap.html )

Oder Ben Darvill alias Son of Dave.
Seine erste CD 02 war vor 1 oder zwei Jahren ein Volltreffer.
Siehe hier ( http://blues-harp-muenster.blogspot.com/2007/07/cd-tip-son-of-dave.html ).

Jetzt gibts einen Nachschlag. Und welcher Titel sonst hätte besser zum Vorgänger 02 gepasst als eben 03. (Wobei: 01 gibt es nicht, aber vielleicht ersscheint sie mal mit Outtakes oder Unveröffentlichtem Zusatzmaterial).

Auf dieser CD findet sich der typische Sound von Darvill. Wie gewohnt greift er hier vorzugsweise zu Low-Harps. Zwischendurch erklingen Overblows und so manche Stelle klingt, als würde Wade Schumann ein paar Töne spielen. Das Geraschell seiner Kluft, geklaut aus einem amerikanischen 30er Jahre Film, schleicht sich mit in die Aufnahmen. Sein Outfit mit der Krawatte und dem angestaubten Anzug gehört zusammen.

Was macht ihn für Harper interessant, was ist sein Sound ?
Es ist diese Experimentierfreude von Darvill, die einem entgegen kommt.
Er wirft sein Turner-Mic in einen Topf, streut sinnvolle oder sinnlose Wortfetzen hinein, rührt diesen Brei mit einer Holzrassel afrikanischen Ursprungs durch und zerstampft diesen Brei am Ende mit einem voodoohaften Beat seiner Füße.
Festgehalten wird alles durch seine Pop-Song -artigen Liebesbeschwörungen, gesungen, gehechelt, geflüstert oder geschrien. Dazwischen immer wieder die Harp. Gekittet wird alles durch den Einstaz einer Loop-Maschine, die in Schleifen alles fest hält, was Darvill von sich gibt und im Gesamt-Sound seine Runden dreht. Anhören, staunen.

Darvill ist aber aus als Mensch interessant. Er schreibt unter anderem bitterböse Kolummnen für ein Musik Magazin namens "Stool Pigeon". Nachzulesen auf seinem eigenen Blog.
http://sonofdave.blogspot.com

Gilt nur zu hoffen, das er mal den Weg nach Deutschland findet, vielleicht auf einem Festival eines Mundharmonikasponsors, egal welcher Herkunft.

Hier sein neustes Video.









Oder seine Version von LOW RIDER !!!! Einmalig, coool !

Donnerstag, 15. Mai 2008

Mojo Bag Vol. 1

Auf der Website von Kyle Jester
gibts 16 freie, legale Downloads.
Unter anderem mit dem Harpspieler Ben Hernandez, einem interessanten Harpspieler, der bereits einige CDs, mit Nathan James gemacht hat und James Harman sehr nahe steht.







Mehr Infos auf

http://www.myspace.com/njbh

und

http://www.kylejester.com

=================================================================

THE RAVEN AND THE BLUES



















Auf dieser Website http://raven.libsyn.com/ findest Du hunderte Stunden(!) von Blues Podcasts. Man kann sie als MP3 herunterladen und sich mit zB. Audacity die besten sachen heraus schnippeln oder eben nur so nebenbei höre. Interessanterweise gibts hier eine Menge BluesHarp Zeug. Wer mal Neues und/oder ales hören will ist hier richtig.
Zu den einzelnen Podcasts ist auch aufgeführt wer oder welche Band welchen Song spielt, das macht die Suche nach Stücken genial. Mit viel Ausdauer, Geduld und Lust kann man sich eine große Sammlung zusammen suchen.
Neben ganzen Stücken von CDs gibts auch Studio Live Aufnahmen mit zB. Doug McLeod, Dirty Aces, Bullfrog Blues, Boo Boo Davies etc.
Beachtet bitte auf der linken Seite das Archiv !

Jetzt viel Spaß beim Suchen und Finden.

===================================================================

DEAD BLUES GUYS - Wo liegt wer begraben ?

Friedhöfe waren schon immer Bestandteil im Leben eines jeden Menschen. Früher oder später bekommt jeder damit Kontakt.
Blues Musiker neigen dazu den Tod und das Leben im Spagat zu durchleben. Das Eine geht nie ohne das andere.
Friedhöfe bleiben mystisch und gespenstisch und sie üben auf unterschiedlichste Weise eine Anziehung aus. Die einen meiden ihn, die anderen besuchen regelmäßig Gräber. Nicht erst seit "Harold and Maude" wird ein Friedhof zu einem Ort der Begegnung.
Ich gehöre zu jenen welchen, die sich den letzten Ort ansehen wollen. Ich sah das Grab von Jim Morrisson, Edith Piaf, Maria Callas, Basquiat, Rudolf Mooshammer (Mooooooooooooossssssssssssi....snief) oder Leonard Bernstein.
Selbst hier in Münster gibts eine Grabsäule von Moondog.
Die meisten Gräber von Bluesmusikern finden sich in den USA, eben nicht gerade um die Ecke. Doch kann man sich ihren Grabsteinen virtuell nähern und mal ein Blick auf die Grabsteine werfen. Morbid ? Ja, sicher. Aber auch das ist der Blues, wenn auch der letzte.

http://www.deadbluesguys.com

(Bitte anklicken)

John Nemeth & Junior Watson im Deutschlandfunk !

John Németh Band, feat. Junior Watson (US)
Aufnahme vom 5.10.07 in der Manege Lintorf, Ratingen.


Am 30. Mai
21.05 - 22.05 Uhr im Deutschlandfunk

Der 1976 in Idaho geborene John Németh zählt seit etwa 2006, als er bei Blind Pig seinen ersten Plattenvertrag unterschrieb, zu den neuen Sternen am Blueshimmel. Er ist ein großartiger Shouter und sein Mundharmonikaspiel besitzt die gleiche Dynamik wie die seiner Vorbilder Little Walter und Sonny Boy Williamson.
Die Bühne teilte er sich bereits mit Größen wie Robert Cray und Keb' Mo'. Anson Funderburgh holte Németh zu den Rockets. Mit der Junior Watson Band spielte er 2004 das zweite Album unter dem eigenen Namen ein, das wie "The Jack Of Harps" (2002) noch als Eigenveröffentlichung erschien.
Mike "Junior" Watson kann man ohne weiteres als lebende Legende der Bluesszene der amerikanischen Westküste bezeichnen. Neben zahlreichen CD-Einspielungen mit namhaften Künstlern wie Jimmy Rogers, Charlie Musselwhite, Kim Wilson oder Walter Trout gehörte Watson zu den Mighty Flyers um Rod Piazza und spielte zehn Jahre lang die Gitarre bei Canned Heat.
Aktuell unterstützt wurden Németh und Watson bei ihrem Konzert in der Manege Lintorf, einem von nur drei Konzerten in Deutschland überhaupt, von Kid Anderson am Bass, eigentlich bekannt als Gitarrist der aktuellen Charlie Musselwhite Band, sowie Wes Starr am Schlagzeug. Ihn kennt man vor allem von den Rockets um Funderburgh. Starr und Funderburgh gehörten auch zum Team, das "Magic Touch" einspielte. Es ist das aktuelle Album von John Németh, das im Dezember für einen Blues Award nominiert wurde. (Text von der Deutschlandfunk-Website)

http://www.johnnemethblues.com/

Mittwoch, 14. Mai 2008

Jubiläum !

Der 2500 Besucher klickte sich die Tage auf diesen Blog.
Was nicht bedeuten muss, das sich exakt 2500 Leute in ihrer Einzigartigkeit hierher verirrt haben, sondern lediglich, das der Blog 2500 mal angeklickt wurde. Da sind sicherlich ein paar Zufalls-Besucher dabei, aber vielleicht auch ein paar, die sich hier regelmäßig ein wenig umsehen und das eine oder andere an Infos heraus picken konnte.

Der Blog ist ein kleines Hobby, mehr sollte es nicht sein. So dachte ich im Frühjahr 2007. Die Anzahl der Besucher hätte ich mir zu Beginn des Blogs im Februar 2007 nicht vorstellen können. Umso mehr freut es mich, das ich einen kleinen Beitrag zur Blues und Harpszene beitragen konnte. Und das es eine Menge Interessierte gibt sagt mir, das es eine gute Idee war, diesen Blog ins Leben zu rufen.

Das Jahr 2008 ist noch lange nicht vorbei, es gibt noch etliche Bonbons hier zu finden. An einigen arbeite ich bereits, ist nur eine Frage der Zeit und der Lust dazu. Aber worauf ich mehr achten möchte ist die Einbindung von Meinungen und Informationen von anderen Harpern.

Demnächst starte ich hier eine Reihe mit dem Titel :

"Diese Platte und ich oder welche Scheibe mich bekehrte"

Naja, das ist ein Wunsch von mir, dabei stehe ich noch am Anfang.
Hierbei handelt es sich um Kurzportraits von Harpspielern aus ganz Deutschland, die mir erklären, welche Blues-Scheibe ihnen den Kopf verdrehte und warum.
Hiermit starte ich auch gleich einen Aufruf an Interessierte, die Lust dazu hätten, bei dieser Reihe mit zu machen.
Ich stelle es mir so vor, das Du Dich selbst mit besagter Scheibe vor der Nase fotografierst. Dazu ein Text zu dieser CD. Dann her damit.
Dabei ist alles erlaubt, ob lyrischer Ergüsse, Gestammeltes, englisches etc.
Nur: Blues sollte es sein. Eine Harp ist keine Bedingung dabei.

Nur Mut: ich stelle die Tage eine meiner Lieblings-CDs rein, dann siehst Du ja, wie es aussehen kann.

Okay, genug gefaselt - Danke nochmals für Dein interesse an meinen Blog.

Mario & Bertram