Mittwoch, 23. April 2008

Darrell Nulisch & "Monster" Mike Welch

Befangen oder nicht - Münster hat eine sehr lebendige Blues Szene. Das liegt an der enormen Dichte großartiger Musiker, die seit Jahrzehnten (mehr oder weniger familiär) den Blues im Münsterland und darüber hinaus am Leben erhalten. Die BLUES COMPANY aus Osnabrück ist jedem ein Begriff. Münster hat Gregor Hilden, Gerd Gorke, Rainer Achterholt, Erkan Özdemir und einige weitere namhafte Blueser.
Kai Strauss hat mit Memo Gonzales in der Kneipe "Bunter Vogel" in der Innenstadt im Jahre 2004 eine erstklassige Bluessession gestartet, die jede Woche, jeden Dienstag, 4 Mal im Monat über die Bühne geht. Dabei trifft sich die nationale Creme de la Creme der Blues Szene. Aber nicht nur das. Die Session ist auch dafür bekannt, das sie mehrmals im Jahr internationale Stars unters bunte Federkleid zerrt, um mit Kai Strauss und Co. fürs dankbare Publikum aufzuspielen.
Gestern war es dann mal wieder soweit. Gleich zwei Top Musiker waren zu Gast. Darrell Nulisch aus Dallas und Monster Mike Welch aus Somerville,Massachusetts. Wer ein offenes Ohr für den neuen, modernen Blues hat wird die beiden kennen.
Das Besondere bei den beiden ist, das hier zwei unterschiedliche Generationen aufeinander treffen. Mike Welch ist gerade mal 28 Jahre alt und hat bereits 15(!) Jahre aktive Erfahrung als Bluesgitarrist und Sänger. Darrell Nulisch darf zu den besten Stimmen der USA gehören. Er hat diesen Soul, diesen Schmelz, dieses gewisse Etwas. Ich empfehle nur einmal den Song "You Tore my Playhouse Down", zu finden auf seiner CD "I LIKE IT THAT WAY". Übrigens spielt er auch sehr gut Mundharmonika.

Schau Dich mal auf ihren Websites um:
Monster Mike Welch
http://www.monstermikewelch.com/

Darrel Nulisch
http://www.darrellnulisch.com/

Die beiden sind zur Zeit in Deutschland, Dänemark, Österreich, Belgien unterwegs.
Hier sind die aktuellen Tourdaten. Also Leute, geht hin und seid Hin und Weg !

April 23 - w/Darrell Nulisch, Bischofsmuhle, Hildesheim, Germany

April 25 - w/Darrell Nulisch, Blueskartellet, Horsens, Denmark

April 26 - w/Darrell Nulisch, Rampelys - B-Sharp Bluesforeningen, Silkeborg, Denmark

April 28 - w/Darrell Nulisch, Reigen - Vienna Blues Spring, Wien, Austria

April 29 - w/Darrell Nulisch, Neue Welt, Ingolstadt, Germany

April 30 - w/Darrell Nulisch, Kulturforum Franziskanerkloster, Kempen, Germany

May 1 - w/Darrell Nulisch, Maiwoche, Osnabrück, Germany



Nulisch, Gorke, Welch, Strauss, Gomes




Steve Gomes, bass




Gerd Gorke, Monster Mike Welch, Darrel Nulisch


Gorke, Welch, Achterholt, Özdemir


Gerd Gorke & Mike Welch


Andre Werkmeister, Rainer Achterholt, Erkan "Devil" Özdemir


Monster Mike Welch


Gorke, Werkmeister, Welch, Achterholt, Özdemir


Mario Hemken, Tom Vieth


Erkan Özdemir, The Artist Formerly Known As Münsters Famous Bass Player &
Andre Werkmeister, The Artist Formerly Known As Doug Jays Famous Drum Player.
Rollenwechsel pur.


Steve Gomes, Mike Welch, Memo Gonzales


Darrel Nulisch & Mario Hemken


Mario Hemken und "Boogie Woogie Meister" Christian Bleiming.

Sonntag, 20. April 2008

New York Blues Teil 3



In New York gibt es nicht mehr viele Plätze zum jammen. Aber man kann nach New Jersey fahren. Das klingt aufwendiger, als es tatsächlich ist. Denn Hoboken, dieser Stadtteil in New Jersey, ist kinderleicht zu erreichen. Hoboken liegt genau auf der anderen Seite von Manhattan. Man muss nur den PATH Zug nehmen, nichts anderes als eine Art Subway, die unter dem Hudson Fluss nach New Jersey fährt, die Fahrtzeit beträgt ca. 14.34 Minuten von der 33. Strasse aus. Und man wird mit einem Blick aufs nächtliche Manhattan belohnt, was man sonst so nie zu sehen bekommen würde. Wow.....!
(bitte Foto oben anklicken um ein Gefühl für NYC bei Nacht zu bekommen).

Hier unten hab ich mal den Fahrplan rein gestellt. Very Easy. Man steigt einfach den 1 Halt in Hoboken aus, geht 25 Meter und man kommt sofort ans "Scotland Yard", einem angesagten Blues-Jam Club.


Angeleitet wird die Blues Jam von Big Ed Sullivan, in Brooklyn lebend, aber seit Jahren in New York eine Blues-Ikone, dem viel daran liegt, die kleine Bluesszene am Leben zu erhalten. Big Ed hat bisher einige CDs veröffentlicht, die nichts als purer NYC-Blues ist. Übrigens produziert von Popa Chubby. Ich hatte bisher immer Glück. 4 Mal war ich bereits in der Stadt und jedesmal konnte ich mit Big Ed Sullivan ein paar Stücke spielen. Ein echt netter Kerl.

Wer mehr über Ed erfahren will: http://www.bigedsullivan.com/


Als Harper ist man, wemauchimmerseidank, auf Blues Sessions nicht allein und so lernte ich Dennis Moriarty kennen, ebenfalls Ur-New Yorker. Dennis hat leichte Ähnlichkeit mit Adam Gussow und er könnte ein Bruder sein. Dennis spielt eine klasse Harp. Sein Spiel ist sehr melodisch und konzentriert, er schaut immer genau, was die Band macht und bringt sich dann ein. Sein Ton ist rund, genau auf den Punkt, fett und nicht überstrapaziert. Nachdem ich ihn gehört habe wollte ich schon wieder einpacken. Aber mir juckte das Fell, denn Dennis spielt einen Meteor-Amp. Wattendat ?? Nie gesehen, nie davon gehört. Bis an diesem Abend. Begeisterungsstürme und - schwankungen sind bei Harpern bekannt. Aber hier zieht es selbst mir die Füße aus. Der Meteor ist eine Wucht. Übrigens nutzt Dennis auch einen ziemlich geilen Octaver-Effekt, anzuhören auf seiner MySpace-Seite.

Ich muss mit technischen Details geizen. Ich bin überzeugter Endverbraucher und schaue nie hinter die Kulissen. Aber es gibt zwei Möglichkeiten mehr darüber zu erfahren.

1. Die Website des Herstellers:

http://www.meteoramps.com/products.html

2. Die Homepage von Dennis Moriarty:

http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendid=160697616

Dort kann man Dennis spielen hören und es gibt einige Videos zum Ansehen.

Ich bat Dennis Moriarty per E-Mail mir ein wenig über die Blues Szene in New York zu erzählen.
Dennis war so nett und nahm dazu Stellung. Hier ist die Übersetzung seiner Sicht, die sehr deutlich zum Ausdruck bringt, wie ungewöhnlich die Entwicklung in New York vonstaten ging und geht. Danke an Dennis für seine Zeit und Mühe......

"Als lebenslanger New Yorker, der schon seit Jahrzenten die Blues Harp spielt, konnte ich das allgemeine Interesse an Blues beobachten. Es war ein Auf und Ab in der eher vom Blues vernachlässigten Stadt.
Es gab eine Zeit, in der New York City eine Brutstätte für viele Harpspieler war: Sugar Blue ( der in den 70ger Jahren NYC unsicher machte), Wade Schuman, Rob Paparozzi, Paul Oscher aka Brooklyn Slim, Steve Guyger, Nat Ridles etc.

Nationale Blues-Größen machten in der Stadt Halt. Rod Piazza, William Clarke, Gary Primich und Kim Wilson spielten in Clubs wie "Manny`s Car Wash" oder "C.H.I.C.A.G.O. Blues" oder "Tramps".
Es war nichts Besonderes lokale Blues Harper in den angesagtesten Clubs anzutreffen, die nur darauf warteten auf der Bluesjam-Bühne zu spielen.

"Dan Lynch" war solch ein Club, angeleitet vom Harpspieler Bill Dicey. Die heute bekannten Ikonen des Blues traten dort ebenfalls auf: Willie Dixon mit Carey Bell oder Billy Branch, Brownie McGhee und Sonny Terry, Muddy Waters mit Jerry Portnoy, dann James Cotton und Johnny Winter. Ich erinnere mich daran George Smith und seine große chromatische Mundharmonika gesehen zu haben, er spielte mit Big Mama Thornton. Big Walter Horton trat mit Ronnie Earl auf.
Jetzt weißt du, was hier damals los war. Das Interesse an Blues war enorm und die Mieten waren niedrig. Heutzutage kommen nur gelegentliche Top-Harp-Acts in die Stadt. Das liegt daran, das es die angesagtesten Clubs nicht mehr gibt. Die Mieten stiegen, Musikagenten zogen ab und hinterliessen eine Wüste.
Aber verstehe mich nicht falsch. Noch gibts es zahlreiche Harper, wie Wade Schuman, Jason Ricci, Steve Guyger, Rob Paparozzi und mein Freund und Tonmeister Dennis Gruenling, die hier gelegentlich noch auftreten. Aber was ist mit all den Harp-Monstern von der Westküste wie Mitch Kashmar, Mark Hummel, James Harman, Mark Ford, Curtis Salgado etc. ? Die sieht man hier kaum. Selbst jene, die noch relativ nah an New York leben wie Billy Gibson, Pat Ramsey - vergiß es. Ebenso wenig wie europäische Harper wie Paul Lamb oder Lee Sankey. Vor einigen Jahren sprach ich mit Lee Oskar und fragte ihn, wann er denn mal in New York auftreten würde. Er lachte mich aus und meinte nur, das er sein Geld lieber in Asien vedient, wo man ihm und seiner Musik auch zuhören würde. Ausserdem verbringt er seine Zeit am liebsten im Nordwesten der USA.

Ein Club nach dem anderen schloss seine Türen in New York. Geblieben sind "Terra Blues" in der Bleecker Street und das "Scotland Yard" in Hoboken, New Jersey. New Yorker Harpspieler, die von der Musik leben wollen, gibts es nicht mehr."



Hier noch ein paar Fotos von der Blues Jam. Die meisten kenne ich natürlich nicht. Aber im Nachhinein kam mir einer bekannt vor und erst zu Hause fiel mir auf, das ich Dave Gross gesehen habe. Auf seiner letzten CD "Take the Gamble" spielt übrigens Dennis Gruenling Harp.
http://www.davegrossband.com/



Samstag, 12. April 2008

Küken des Monats April : Steve Marriner

Jeder weiß, wo er am 11. September 2001 gewesen ist. Das vergisst niemand auf diesem Erdenball. Aber weiß noch jemand, wie es war, 23 Jahre alt gewesen zu sein ? Egal wie sehr das Hirn versucht erinnerungswürdige Bilder herauf zu beschwören, sie bleiben meist ziemlich nebulös und mit hoher Wahrscheinlichkeit Instrumentenfrei.

Worauf ich aber eigentlich hinaus will ist : Steve Marriner ist zur Zeit 23 Jahre alt und schon seit einigen Jahren das beste was Ottawa (Kanahier - Kanada) hinter einer Harmonica hervor gebracht hat.
Aufgefallen ist "Southside Steve" auf den beiden CDs von JW Jones "Defibrilattin`" und "Bogart`s Bounce", letztere übrigens beim Crosscut Label erschienen.

Steve Marriner hat letztes Jahr seine Debüt Scheibe "Going Up" herausgebracht. Die Band um den Gitarristen Garrett Mason ist eine Partyband.



Steve singt derweilen auf den 12 Stücken als hätte er nie anderes gemacht. Erwähnen solte ich aber auch, das Steve auch die Gitarre und die Hammond B3 zu spielen weiß. Soviel Talent ist ungerecht. Aber schimpfen nützt ja nichts.

Auf seiner CD warten 12 Stücke unterschiedlichster Färbung. Es gibt Rock`N Roll, natürlich Blues, aber auch mexikanischen Rumba an einer klaren Chromatik.
An vielen Stellen, seien es die Songs selber oder die Gitarre oder die Harp, hört man die alten Thunderbirds heraus. Und ich liege nicht falsch Steves Spiel an der Harp mit der Klasse eines Kim Wilson zu vergleichen. Etwas soulig verkitscht kommt das "Sticks and Stones" daher, eine country-balladenhafte Trucker-Stopp Scheibe aus längst vergessenen Tagen mit unfreiwillig komischen Mitschunkel-Effekt. Okay, kann man weg drücken. Trotzdem, ich empfehle diese CD uneingeschränkt und vielleicht, ja, vielleicht ist gerade diese Nummer die heimliche Nummer 1 und nur ich liege mal wieder völlig daneben. Aber Soul ist wieder absolut hip. Man denke da an die neue CD der Bluesshacks.

Es gibt auch rein zufällig ein paar Videos von Steve Marriner von der CD-Release Party. Somit kann man sich auch optisch davon überzeugen, das hier, ähnlich wie bei Jason Ricci, die nächste Generation der Bluesmusiker und -harper auf die Welt los gelassen wird.

Mittwoch, 9. April 2008

Tin Sandwich, anyone ? - A harmonica history

Tin Sandwich, anyone ? - A harmonica history

Hierbei handelt es sich um eine Dokumentation der BBC. Sie zeigt, wie sich die Mundharmonika in der Musik und seinen unterschiedlichen Stilen und Spielweisen entwickelt hat.
Es gibt Interviews und Beispiele mit Brendan Power, Toots Thielemanns, Paul Jones, Joe Filisko, Will Galison, Randy Weinstein (von Hazmat Modine) etc.

Viel Spaß beim Anschauen !!
















Dienstag, 8. April 2008

New York Blues Teil 2



Es gibt in Manhattan einen Bluesclub, der Anlaufstelle für alle Musiker und Bluesliebhaber gleichermaßen ist und seit Jahren fester Bestandteil der Szene ist:
Das TERRA BLUES (149 Bleecker Street Between Thompson Street & LaGuardia Place)
Keine Selbstverständlichkeit in New York City. Darüber aber in einem anderen Teil mehr Infos.

Man kann im TERRA jeden Abend LIVE Blues hören. Ab 7 pm gibts meist einen akustischen Blues Act, ab 9.30 dann einen elektrischen Bluesteil. Wenn man nicht aufpasst, kann man bis zu 6 Stunden am Stück dort verweilen und das wünsche ich jedem, der in der Bleecker Street einkehrt. Ein Heineken kostet 7 $ (bitte Tips dazu rechnen, also 1-2 $ Trinkgeld pro Bestellung, denn davon lebt die Bedienung), Eintritt ist meist frei, vor allem wenn man früh kommt und einen begehrten Sitzplatz ergattert. Ich war keineswegs jeden Abend im Terra Blues. Da ich nicht allein reiste, wollte ich das meinem Freund nicht zumuten. Aber das, was ich mir angesehen/angehört habe teile ich hiermit mit.

Es gibt in New York einige Musiker, die wohl den puren New Yorker Blues verkörpern und die regelmäßig zu hören sind. Ray Shinnery, Michael Hill, Poppa Chubby, Big Ed Sullivan, Michael Powers, Steve Guyger, Hazmat Modine, um nur ein paar zu nennen. Allen gemeinsam ist, das sie das Terra Blues ihr zweites New Yorker zu Hause nennen. Übrigens auch lange Zeit ein gern besuchter Ort von Adam Gussow mit seinem Satan & Adam Duo.

Ich hatte dort die Gelegenheit 3 Musiker zu hören, die unterschiedlicher nicht sein können. Die es aber aber der anderen Seite verstehen, den traditionellen Blues mit urbanen Zwischentönen zu mischen. Ja, vielleicht ist es auch der New Yorker Blues Sound, den ich erleben durfte.
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Es ist schwer etwas über Ray Shinnery heraus zu finden. Ich fand ein paar paar Randnotizen. Ray begann 1944 Gitarre zu spielen. Sein Onkel baute seine erste Gitarre aus einer Sardinendose und einem Holzlineal. Seinen Durchbruch hatte er 1961 in der Bronx. Er trat mit Lionel Hampton, Bobby Blue Bland, Junior Walker, Jimmy Whitherspoon und anderen auf. Er mischt klasssichen Blues mit eigenen Songs.

“..Just when you think his vocal is a standard, rough-hewn blues shouter, he turns around and lays down some of the shivery - sweetest, three part harmonies this side of the bible belt… there aren’t many who can pull together as many strains of American roots music on stage as Ray Schinnery can…” - Blues Magazine

“Best received of the afternoon’s performance was by Ray Schinnery…an entertaining rhythm blues - gospel based routine that is instrumentally and vocally superb as well as remarkably professional.” - San Francisco Examiner




.......Michael Powers..............................................................



Eine wahre New Yorker Legende ist Michael Powers.
Eine Kurz-Vita:
Mit der Klarinette hatte er auf der Schule begonnen, aber stieg dann auf Trompete und Schlagzeug um. Mit 18 blieb er beim Bass hängen.
Aber die elektrische Gitarre gab ihm die zweite Stimme. Seit er 20 Jahre alt ist wohnt er in der Bleecker Street und hat Aufnahmen mit JOHN LEE HOOKER, CHUCK BERRY, und JOHNNY WINTER gemacht.
LIVE gibts kein Stück unter 8 Minuten, wenn nicht sogar länger. Und Jimi Hendrixs Geist greift sich an die Hutkrempe. Das rockt.

Übrigens war Michael Powers CD Onyx Root für den W.C. Handy Award nominiert.



Achja: wenn man es an Michaels Freundin vorbei schafft, die zugleich auch die Agentin von MP ist, darf man Michael ansprechen, um ihn zu Fragen, ob man mit ihm ein Stück jammen darf.
Michael ist da sehr offen. Ich gab ihm eine kleine "Audition" und schwupp: up on the stage. Tja, sorry, keine Fotos, ich kann ja nicht alles machen, aber es gibt einen Mitschnitt! Vielleicht setze ich hier mal einen Ausschnitt rein.



Immer wieder gern gesehen und gehört ist .....................der im Terra arbeitet und das Fluegelhorn spielt. Er verschwindet dann im Off und spielt dann einfach zu 1-2 Stücken mit. Dabei benutzt er Sender und ein recht ungewöhnliches Effektgerät, eine Art Hall/Echo-Phazer - noch nie vorher gehört, aber wirklich klasse.




...........Michael Hill & Blues Frequenzy..............................................



Michael Hill - den kennt selbst jeder, der noch nie was von NYC gehört hat. Und er was es auch, der mich mit seinem Song "This is my Job" stark berührt hat. Ein unglaublich fesselnder Song, der den Blues in den Strassen von New York (oder Detroit, Chicago....) nicht treffender formulieren kann.

Wer mehr über Michael Hill erfahren will:
http://www.myspace.com/michaelhillsbluesmob

THIS IS MY JOB (Hill)

So cold and wet in the city
He washes car windows in the night
Tryin' to make a little change
From the cars as they wait for the light

People show such hostility
They tell him to go find some work
To them it's all some kind of joke
But his eyes show how much jokes can hurt

He tells them: you don't understand, but this is my job
I may have nothing, I refuse to steal and rob
I never imagined this could happen in my life
But it has, and I'm tryin' to survive

Walk around after midnight
There's a whole population on the street
Cardboard box for a pillow
And the steam from the grating for heat

Sometimes it is so overwhelming,
It can wear down your sympathy
But then you see someone holding on
To a small piece of his dignity

Saying: you don't understand, but this is my job
I may have nothing, I refuse to steal and rob
I never imagined this could happen in my life
But it has, and I'm tryin' to survive

(guitar solo)

You don't understand, but this is my job
I may have nothing, I refuse to steal and rob
I never imagined this could happen in my life
But it has, and I'm tryin' to survive
Tryin' to survive, Lord
Tryin' to survive
Just tryin' to stay alive
This is my job
This is my job
I refuse to steal and rob
So washing car windows is my job



Im zweiten Teil kam sein langjähriger Partner David Barnes an der Harp dazu. Sein Green Bullet war lediglich an der PA angeschlossen, so das der Sound weniger angezerrt war.


Montag, 7. April 2008

New York Blues Teil 1 - Hazmat Modine

New York City - eine Stadt voller pompöser, abendkleidraschelnder Energie, die einem den Atem raubt, wenn er einem nicht gerade stockt. Und meine zwei Wochen Urlaub sollten von Anfang an turbulent beginnen.

Hier der 1. Tag.
7 Stunden dauerte mein Flug. Der Flieger landete um 6.30 pm ( abends). Nix wie raus und hin zum Fliessband, hastig das Gepäck gegriffen, beide Zeigefingerkuppenabdrücke genommen, Augenlicht eingescannt, rein in den Linienbus Richtung Grand Central, ab ins Cab und Richtung 88th Street East, eingecheckt, Koffer abgelegt, Dollars in die Geldbörse verstaucht, Harps in die Jacke, wieder ins Cab, ab ins Astor Place, zum Fillmore. Endlich da....pruuuuust.........Hazmat Modine als Vorband für eine russische Rockband (Auktyon), deren Name ich nie zuvor gehört habe. Hundemüde, fette Augenringe und trombosegeschwächte Oberschenkel mangels Beinfreiheit bei Emirates - das war es mir wert.

Es war ein Best of von Hazmat Modine.....aber eben immer wieder gerne live gehört. Das Publikum bestand zu 98% aus Russen und die waren eigentlich gar nicht wegen Hazmat anwesend. Aber wenigstens ich. Übrigens bin ich nach Hazmats Konzert gegangen, ich kann also nicht berichten, was für Musik mich bei Auktyon erwartet hätte.

Ich hatte nach der Show noch Gelegenheit Wade Schuman zu treffen, um ihn zwischen Rausschmeißer, Bühnenaufgang und Backstage Bereich eine Seydel Big Six zu überreichen. Ein ausführliches Gespräch konnte nicht geführt werden, denn die uns umgebenden Geräusche (Bühnenab bzw. Bühnenumbau) und mein JetLag mit dem noch eingerosteten Englisch-Sprachmodus erschwerten es schon. Daher vereinbarten wir nochmals zu telefonieren. Was ich dann auch ein 4 Tage später machte, dazu aber später mehr.



Zunächst ein paar Eindrücke, wie immer in der Gestalt von gezielt unscharf geschossenen Bildern einer veralteten Digitalkamera. Aber ich hab mir sagen lassen, das man in den USA dank guten Dollarkurs günstig digitales Feinmechanikwerk jeglicher Art günstig erwerben könne.......blinkerzwinker.....:-)
Mehr über NYC in den nächsten Tagen/Wochen !?