
Es gibt in Manhattan einen Bluesclub, der Anlaufstelle für alle Musiker und Bluesliebhaber gleichermaßen ist und seit Jahren fester Bestandteil der Szene ist:
Das
TERRA BLUES (
149 Bleecker Street Between Thompson Street & LaGuardia Place)Keine Selbstverständlichkeit in New York City. Darüber aber in einem anderen Teil mehr Infos.
Man kann im
TERRA jeden Abend LIVE Blues hören. Ab 7 pm gibts meist einen akustischen Blues Act, ab 9.30 dann einen elektrischen Bluesteil. Wenn man nicht aufpasst, kann man bis zu 6 Stunden am Stück dort verweilen und das wünsche ich jedem, der in der Bleecker Street einkehrt. Ein Heineken kostet 7 $ (bitte Tips dazu rechnen, also 1-2 $ Trinkgeld pro Bestellung, denn davon lebt die Bedienung), Eintritt ist meist frei, vor allem wenn man früh kommt und einen begehrten Sitzplatz ergattert. Ich war keineswegs jeden Abend im
Terra Blues. Da ich nicht allein reiste, wollte ich das meinem Freund nicht zumuten. Aber das, was ich mir angesehen/angehört habe teile ich hiermit mit.
Es gibt in New York einige Musiker, die wohl den puren New Yorker Blues verkörpern und die regelmäßig zu hören sind. Ray Shinnery, Michael Hill, Poppa Chubby, Big Ed Sullivan, Michael Powers, Steve Guyger, Hazmat Modine, um nur ein paar zu nennen. Allen gemeinsam ist, das sie das Terra Blues ihr zweites New Yorker zu Hause nennen. Übrigens auch lange Zeit ein gern besuchter Ort von Adam Gussow mit seinem Satan & Adam Duo.
Ich hatte dort die Gelegenheit 3 Musiker zu hören, die unterschiedlicher nicht sein können. Die es aber aber der anderen Seite verstehen, den traditionellen Blues mit urbanen Zwischentönen zu mischen. Ja, vielleicht ist es auch der New Yorker Blues Sound, den ich erleben durfte.
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Es ist schwer etwas über Ray Shinnery heraus zu finden. Ich fand ein paar paar Randnotizen. Ray begann 1944 Gitarre zu spielen. Sein Onkel baute seine erste Gitarre aus einer Sardinendose und einem Holzlineal. Seinen Durchbruch hatte er 1961 in der Bronx. Er trat mit Lionel Hampton, Bobby Blue Bland, Junior Walker, Jimmy Whitherspoon und anderen auf. Er mischt klasssichen Blues mit eigenen Songs.
“..Just when you think his vocal is a standard, rough-hewn blues shouter, he turns around and lays down some of the shivery - sweetest, three part harmonies this side of the bible belt… there aren’t many who can pull together as many strains of American roots music on stage as Ray Schinnery can…” - Blues Magazine
“Best received of the afternoon’s performance was by Ray Schinnery…an entertaining rhythm blues - gospel based routine that is instrumentally and vocally superb as well as remarkably professional.” - San Francisco Examiner


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Michael Powers..............................................................

Eine wahre New Yorker Legende ist Michael Powers.
Eine Kurz-Vita:
Mit der Klarinette hatte er auf der Schule begonnen, aber stieg dann auf Trompete und Schlagzeug um. Mit 18 blieb er beim Bass hängen.
Aber die elektrische Gitarre gab ihm die zweite Stimme. Seit er 20 Jahre alt ist wohnt er in der Bleecker Street und hat Aufnahmen mit JOHN LEE HOOKER, CHUCK BERRY, und JOHNNY WINTER gemacht.
LIVE gibts kein Stück unter 8 Minuten, wenn nicht sogar länger. Und Jimi Hendrixs Geist greift sich an die Hutkrempe. Das rockt.
Übrigens war Michael Powers CD
Onyx Root für den W.C. Handy Award nominiert.

Achja: wenn man es an Michaels Freundin vorbei schafft, die zugleich auch die Agentin von MP ist, darf man Michael ansprechen, um ihn zu Fragen, ob man mit ihm ein Stück jammen darf.
Michael ist da sehr offen. Ich gab ihm eine kleine "Audition" und schwupp: up on the stage. Tja, sorry, keine Fotos, ich kann ja nicht alles machen, aber es gibt einen Mitschnitt! Vielleicht setze ich hier mal einen Ausschnitt rein.

Immer wieder gern gesehen und gehört ist .....................der im Terra arbeitet und das Fluegelhorn spielt. Er verschwindet dann im Off und spielt dann einfach zu 1-2 Stücken mit. Dabei benutzt er Sender und ein recht ungewöhnliches Effektgerät, eine Art Hall/Echo-Phazer - noch nie vorher gehört, aber wirklich klasse.


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Michael Hill & Blues Frequenzy..............................................

Michael Hill - den kennt selbst jeder, der noch nie was von NYC gehört hat. Und er was es auch, der mich mit seinem Song "This is my Job" stark berührt hat. Ein unglaublich fesselnder Song, der den Blues in den Strassen von New York (oder Detroit, Chicago....) nicht treffender formulieren kann.
Wer mehr über Michael Hill erfahren will:
http://www.myspace.com/michaelhillsbluesmob
THIS IS MY JOB (Hill)
So cold and wet in the city
He washes car windows in the night
Tryin' to make a little change
From the cars as they wait for the light
People show such hostility
They tell him to go find some work
To them it's all some kind of joke
But his eyes show how much jokes can hurt
He tells them: you don't understand, but this is my job
I may have nothing, I refuse to steal and rob
I never imagined this could happen in my life
But it has, and I'm tryin' to survive
Walk around after midnight
There's a whole population on the street
Cardboard box for a pillow
And the steam from the grating for heat
Sometimes it is so overwhelming,
It can wear down your sympathy
But then you see someone holding on
To a small piece of his dignity
Saying: you don't understand, but this is my job
I may have nothing, I refuse to steal and rob
I never imagined this could happen in my life
But it has, and I'm tryin' to survive
(guitar solo)
You don't understand, but this is my job
I may have nothing, I refuse to steal and rob
I never imagined this could happen in my life
But it has, and I'm tryin' to survive
Tryin' to survive, Lord
Tryin' to survive
Just tryin' to stay alive
This is my job
This is my job
I refuse to steal and rob
So washing car windows is my job

Im zweiten Teil kam sein langjähriger Partner David Barnes an der Harp dazu. Sein Green Bullet war lediglich an der PA angeschlossen, so das der Sound weniger angezerrt war.
