Donnerstag, 20. März 2008

New York, New York !!!!!



Unbedingt anklicken und in groß geniessen!

Ich habe meinen regulären Job gekündigt und bin jetzt Fernmeldetechniker, angestellt bei der Light Wire Company, Hoboken, NJ. Mein Aufgabenfeld umfasst die Erneuerung und Instandsetzung von elektrischen Verbindungen am und im Empire State Building in New York City.
Auf dem Foto seht ihr meine Ausbilder bei ihrer täglichen Arbeit auf der Spitze des ESB : James Hightower und Bill Fall. Es sieht ja auch ganz einfach aus, daher mache ich mir darüber keine Gedanken.

Dazu bin ich vom 22. März bis 05. April in Manhattan, absolviere da mein Praktikum.

Ich bin daher also nicht erreichbar, aber du darfst dich vertrauensvoll an Bertram Becher wenden, der hilft dir bei Fragen weiter oder wenn Du Antworten hast.

Euch schöne Feiertage und haltet die Ohren steif!

Mario

Sonntag, 16. März 2008

Mark Hummel in Osnabrück Teil II

Und wieder etwas verspätet. Das Konzert ist ja bereits 2 Wochen her und mich hat der extrem böswillige Bummelvirus nieder gestreckt. Er war stark. Letztendlich habe ich aber gewonnen.
Hier also in kurzer Fassung meine Eindrücke vom Konzert.

Die 14. Blueslawine Osnabrück war proppen voll mit internationalen Musikern aus der Bluesszene:
Richie Arndt & The Bluenatics feat. Kellie Rucker,
Mark Hummel & The Bluessurvivors feat. Steve Baker and Keith Dunn,
Doug Jay and the Blue Jays feat. Sax Gordon, Chris Rannenberg und Thomas Feldmann.

Das Konzert begann um 19.45 Uhr mit Richie Arndt feat. Kellie Rucker. Damit die Musiker, die später noch spielen sollten, zeitlich genug Platz hätten. Kluge Worte in Anbetracht der Anzahl der Musiker.
Jetzt kommt aber das berüchtigte ABER.
Ich halte es für eine respektvolle Maßnahme, als Musiker in jeder Hinsicht die Uhr im Auge zu behalten, wenn man weiß, das hinter einem Musiker warten. Das ist ja bei jeder guten Bluessession nicht anders. Richie Arndt spielte mit seiner Combo geschlagene 1 1/2 Stunden! Als Einzelkonzert erlaubt und erwünscht, aber nicht im Rahmen dieser Veranstaltung. Ich fand das als Zuhörer und selbst Musiker mehr als respektlos und fast etwas frech. Vielleicht kommt bei mir noch hinzu, das ich keineswegs ein großer Fan von Kellie Rucker bin. Ihre Bühnenpräsenz, ihre Ausstrahlung, ihre Energie und ihre Stimme aussen vor, das ist alles sehr beachtenswert. Nur an der Harp reichte sie niemanden an diesem Abend das Wasser. Im Vergleich zu den anderen war ihre Spieltechnik absolute Basis. Und selbst das nicht mal umwerfend, geschweige denn virtuos. Wenn man das stilsicher ausblendet hat sie ihr Bestes gegeben und sie kam auch gut beim Publikum an. Naja, bei den meisten zumindest.



Ich war schon immer großer Fan weniger Töne. Wenn diese dann auch noch in einer gewissen Langsamkeit präsentiert werden und dahinter Keith Dunn steht, dann hat sich der Abend auf jeden Fall gelohnt. Keith Dunn ist der Feng-Shui- Spieler unter den Harpern. Das ist ein wohltuendes Qualitätsmerkmal. Jeder Ton sitzt und kommt fett daher. Keith besitzt dazu eine Ruhe ausstrahlende Bühnenpräsenz. Kein Fuß von ihm hebt sich vom Parkett, Bewegungen erahnt man nur unterm Jackett.



Doug Jay gehört zu den ganz Großen. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn man Doug Jay auf einer Session antrifft und er eine Plastiktüte voller Harps raus kramt. Autsch...!!!!
Aber das ist nichts anderes als ein wichtiges Indiz dafür, das es nahezu keine Rolle spielt, welche Harp man woher zaubert. Nur spielen muss man sie können. Das kann Doug. In jeder musikalischen Hinsicht überzeugt er mich. Moment! Aber da muss es doch was geben, irgendwas, was mich nervös macht. Und ich sage: Ja! Das gibt es!
Ich kenne Doug Jay seit ca. 1999. Da spielte er mit Gregor Hilden hier in Münster. Es entstand auch ein Interview mit ihm ( nachzulsen in der Harmonica Player Nr. 11 ).
Und seitdem und immer wenn ich ihn sehe, hat er diese weißen Turnschuhe an! Das ist sein modisches Markenzeichen. Ich bitte um Fotobeweise, wenn er in anderem schuhwerk ausser diesem gesichtet wird. :-)






Steve Baker ist das europäische Aushängeschild in Sachen Mundharmonika seit 150 Jahren.
Es gibt in der Szene niemanden, der seinen Namen noch nicht gehört hat und/oder der ihm mal gegenüber stand. Ich vermute ja, das er geklont ist und seine geklonten Brüder auf jedem Festival zu sehen sind. Anders kann ich mir seine Präsenz nicht erklären. Steve hat die meiste Arbeit geleistet, wenn es darum geht, die Harp und den Blues in Deutschland so populär zu machen. Dafür eine respektvolle Verneigung von mir.
An dem Abend spielte Steve sein "Double Crossed", bekannt geworden durch seine Playalong Serie. Ein Moll-Blues, der aber als Instrumental-Song eine starle Wirkung hat und für ihn schon ein Markenzeichen ist. (Besser als weiße Turnschuhe).
Ich füge hier mal einen YouTube-Clip ein, der auf der National Harmonica League 2006 im Bristol Folk House entstanden ist. Wer den Song nicht kennt sollte ihn mal kennen lernen.






Zu guter Letzt Mark Hummel.
Vor ca. 15 Jahren kaufte ich mir in einem kölner CD-Laden 3 Blues Scheiben. Von Tuten und Blasen hatte ich keine Ahnung, griff aber, so erkläre ich es mir heute, mit einem wagemutigen und zugleich sicherem Bauchgefühl zu einem Album von Mark Hummel: "Mark Hummel & The Blues Survivors - HarmonicaParty". Dabei hatte diese CD alle Merkmale sie in den Grabbelspalten der Blues Ecke stehen zu lassen. Auf dem Cover steht Mark Hummel mit hoch gerecktem Mikrofon. Was für ein merkwürdiger Name dazu ? Und er trägt auf dem Cover einen undefinierbaren Gesichtshaarwuchs, der jeden Mann die Strassenseite wechseln lassen würde.
"Don´t judge a book by looking at its cover", kam mir in den Sinn und stellte sich heraus, das dieser Kauf meine Hörgewohnheiten massiv veränderte. Hielt ich doch damals John Mayall für den besten Harpspieler der Welt. Schwamm drüber, jeder macht mal Fehler.
Mark ist ein sehr offener und netter Kerl. Das, was er auf der Mundharmonika spielt, ist nahezu unspielbar. Sollte man doch den Wunsch hegen sich an den "Humblebug" zu wagen, dann geht das nur mit einer ausserirdischen Kraft, die einem annähernd den Weg weißt.
Der "Humblebug" ist für Mark Hummel das, was "Juke" für Little Walter ist.
Für mich DAS Highlight des Abends, denn Mark Hummel sieht man nicht so oft in Deutschland.



Ich weise ausdrücklich darauf hin, das meine gewählten Worte absolut subjektiv sind. Sollte sich jemand persönlich und/oder emotional verletzt fühlen, dann bitte ich das zu entschuldigen. Das wäre nicht meine Absicht. So, genug geschwafelt. Viel Spaß mit den Fotos.

Samstag, 15. März 2008

Die Fabelhafte Mundharmonika-Welt des Lothar K.

Manche Dinge benötigen Ihre Zeit. Vor allem bei mir. Manch einer erinnert sich an den Gewinner vom Weihnachts-Blues-Rätsel 2007: Lothar Küpper.
Als pfiffiger Beobachter konnte ich auf einem mir zugeschicktem Foto im Hintergrund seine große Mundharmonikasammlung erkennen.
Da ich selbst selten hamstere (ausser Musik) bin ich kein stolzer Besitzer einer Kollektion von Harps, daher bat ich Lothar mir ein paar Bilder seiner Schätzchen zukommen zu lassen. Dieser Bitte kam er auch gleich nach. Nur ich brauchte 2 Monate um sie hier präsentieren zu können. Asche auf mein Haupt.....aber ich vergesse nichts, ich schiebe es eben nur gepflegt vor mich her.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Betrachten und staunen. Vielleicht geht es euch wie mir, denn ich entdeckte einige Stücke, die ich nie zuvor gesehen habe. Wenn möglich ergänze ich die Bilder mit ein paar Kommentaren. Sollte euch etwas auffallen, etwas dazu einfallen oder wollt ihr die Gallerie erweitern: Bitte meldet euch bei mir. Danke !

Und ein großes Danke an Lothar Küpper!



Seydel - der kleinste Kreuzwender der Welt !






Ein Handlungsreisender war nichts anderes als ein läufiger Vertreter, der seine Produktpalette an den Mann, an die Frau, ans Kind zu bringen versuchte. Heute undenkbar, damals üblich. So mancher Vertreter konnte daher eine Menge aus dem Harpkästchen plaudern.




Koch "Stahlpanzer"
Dies ist eine sehr merkwürdige Mundharmonika, die mir allein wegen des Namens etwas grummelnd aufstößt. Kochs " Stahlpanzer" scheint aus dem 1 Weltkrieg zu sein. Sie bildet zumindest eine Kuriosität in der Entwicklung der Mundharmonika.
Unter diesem Link findet ihr eine PDF datei zum Thema:
"Patriotismus und Geschäftssinn im Krieg"

www.erster-weltkrieg.clio-online.de/_Rainbow/documents/Kriegserfahrungen/berghoff.pdf

Dabei geht es auch oder vor allem um die Firma Hohner, die mit ihren produkten den Soldaten an der Front den Alltag verschönern wollte. Hier ein Ausschnitt aus der Studie ( ca. 20 Seiten).





Hohner Tuckaway 1929 - 1931
10 Kanäle, 20 Stimmplatten. Die Cover bestehen aus Blech, die um die gesamte Harp gehen. Sie schützten die Kanäle, wenn man die Harp nicht nutzte. Ein leichter Druck an den Ecken brachte die Harmonika in eine spielbare Position.



Vermona


Die "Spiel mir das Lied vom Tod" Mundharmonika für unterwegs.



Hohner Trumpet Call
Diese beidseitig bespielbare Mundharmonika hatte eine ganz besondere Gravierung der Stimmdeckel. Man nannte sie auch die "Original Beauty".




Hohners bekannte "Trumpet Call" eingeführt im Jahre 1906. Sie ziert auch das Cover der CD "Bahamut" von Hazmat Modine. Ich weiß nicht, ob sie überhaupt spielbar ist oder lediglich dekorative Zwecke erfüllt.


Borah Minevitch Technique-Tone Chromatic



Hohner`s Premier




Rollmonica 1925
Das ist eine automatische Mundharmonika, die, ähnlich wie bei einem Klavier, Papierrollen im Inneren besitzt. Diese Rollen waren austauschbar. Es gab sie in über 200 Songs/Variationen.
Jede Rolle kostetet ca. $1.50.




Koch "Alpenrose"







"Liebchen`s Gruss"


Hohner "Marine Band" 19930



Hohner "Honeyphone"


Herb Shiner "Hoosier Boy"


Hohner Ideal


Echo Vamper


Seydel: Die Einzelteile für eine Harp



Essbach "Militär Musik"



Gretsch Harmonica



Hohner Camping


Es gab in England oder Frankreich die Entwicklung dieser Wanderstöcke, die im Griff oder am Stock selbst eine integrierte Mundharmonika besassen. Sie war umringt nur bedingt spielbar und brachte sicherlich so manches Augenlicht zum erlöschen.


Lothars Mikrofonsammlung.


Die Echophone

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Extra Gimmick!
Für alle, die noch kein Hintergrundbild für den PC haben, können sich jetzt diese Kollektion nach Hause holen. Es kostet Sie gar nichts.



Sonntag, 9. März 2008

Meine Videos on YouTube............

Ich denke, es ist mal an der Zeit, die von mir entworfenen Videos auf den Blog zu setzen. Bisher sind sie nur auf Youtube selber zu sehen.

Es sind keine Lehrvideos à la Adam Gussow.
Es erwartet Euch kein Plagiat eines David Barrett.
Die Geschwindigkeit eines Jason Ricci wird euch auch nicht um die Ohren fliegen.
Einzelne Töne sind noch längst keine Einzeltöne.

Das was ihr bekommt ist Mario Pur. Was ich kann, zeige ich. Es ist für manche viel, für andere zu wenig. Aber trotzdem dürft Ihr es euch ansehen.
Nur um eines bitte ich Euch: Tut nicht so, als würdet Ihr falsche Töne überhören oder meine Timing-Problme mit einer Handbewegung wegwischen.
Nobody`s Perfect stimmte immer und auf mich paat das allemal.

Alle Videos, nicht nur von mir, sondern auch von BB & The Bluesshacks, Mark Hummel oder Hootin`the Blues findet ihr hier:

http://www.youtube.com/user/ZookyoMS

Viel Freude an der kleinen Videoshow.



















Sonntag, 2. März 2008

Mark Hummel`s Blowout in Osnabrück

Ich war erst heute morgen um 3 Uhr im Bett, um 9 wieder aus den Federn. Klar, ich muss mich erst noch etwas ausdünsten, aber ich lasse es mir nicht nehmen, Euch schon mal ein bluesiges Bonbon zu hinterlassen.
Weitere Bilder und einen Konzertbericht liefere ich nach, wenn ich wieder ein gesunden Atemrhythmus vorweisen kann. Bis dahin: Viel Spaß mit dem Videoclip!

Mark Hummel`s Harmonica Blowout in Osnabrück, zur 14. Blueslawine, mit Steve Baker, Keith Dunn, Doug Jay, Kellie Rucker und Mark Hummel.