Samstag, 23. Februar 2008

Mike Morgan & Lee McBee - Radio Konzert



Ab und Zu gibts beim Deutschlandfunk sehr bluesige Konzerte.
Am Freitag, den 07. März von 21.05 bis 22.00 Uhr gibts einen Live-Mitschnitt von Mike Morgan an der Gitarre mit Lee McBee am Gesang/Harp.

Mike Morgan & The Crawl,
feat. Lee McBee (US)
Aufnahme vom 7.11.07
in der Manege-Lintorf,
Ratingen

Unbedingt mitschneiden!

Hier mal ein älteres Video von den beiden aus dem Jahre 1990. Dieser Sound erwartet euch.......


Sonntag, 10. Februar 2008

Konzertbericht B.B. & The Bluesshacks



Im Sommer 2007 waren sie schon einmal in Münster. Auf der Open Air Bühne vor dem Hot Jazz Club. Ich war nie ein Freund von verstärkter Musik unter offenem Himmel. Da geht soviel verloren, gerade die feinen Nuancen und leisen Töne verpuffen zwischen Bierglasgestemme und huschendem Kindergeschrei. Als Bluesliebhaber lege ich aber großen Wert auf ungeteilte Aufmerksamkeit den Musikern gegenüber.

Wemauchimmerseidank - die Bluesshacks kamen wieder nach Münster. Die richtige Jahreszeit, der richtige Ort, die richtige Zeit.
Der Hot Jazz Club in Münster zeichnet sich durch qualitativ hochwertige Konzerte aus den unterschiedlichsten Sparten aus. Für die einen ist das weiträumige Kellergewölbe deckengleich zu nah an der eigenen Kopfhaut. Ich bin klein und kann springen so hoch ich kann und berühre dort nie die Decke. Das Publikum ist durchweg durchwachsen und ist gekennzeichnet durch eine westfälische Vielfalt, die von armverschränkend, fußwippend lazziv bis hin zu unkoordinierten Tanzperformances eine Bandbreite der Anwesenheitsbekundungen vorzuweisen hat.



B.B. & The Bluesshacks - ich mach jetzt etwas ungewöhnliches. Ich schwadronniere nicht über die Qualitäten dieser Formation, die lasse ich schlichtweg links liegen, denn wer diese Band kennt weiß, das sie das Beste zu bieten haben, was vom deutschen Acker kommen kann.
Ich schiele lieber in eine Ecke, die so oft, so gerne und so ausufernd miserabel dargeboten wird: Die Unterhaltung.
Zahlreiche Bluesbands aus Deutschland schremmeln so vor sich daher und bieten dem Zuhörer kaum Genuß. Keine Sorge, ich schimpfe heute nicht über jene welche oder eben jene welche oder eben die anderen, die wir alle irgendwie schon einmal gesehen, gehört und ertragen habe. Ich will mich lieber über die Bluesshacks auslassen. Die haben verstanden, was es bedeutet eine wilde Horde zahlender Gäste um den Finger und um die Ohren zu wickeln. Klasse Songmaterial von T-Bone Walker, Sonny Boy Williamson oder Slim Harpo und dazwischen Unbekanntes oder eigenes Material.
Bluespuristen schnallt euch an: es gab auch Soul und Schmelz. Im Gesamtkonzept durchaus stimmig. Die Shacks zu erleben gleicht einem Theaterbesuch. Auf jeder Bühnenkante huscht eine unsichtbare kleine Fee herum und wünschelt mit einem imaginären Mob Überraschungen an Stellen, die zielgerichtet ins Auge gehen. Michael Arlt ist sich keiner körperlichen Ausschweifung zu schade, er hechelt, schüttelt sein wehendes Haupthaar, er hangelt sich am Mikrofonständer abwärts und geht nasenspitzengleich auf Tuchfühlung mit dem Bühnenboden. Zwischendurch erfriert die ganze Band in einer Momentaufnahme und verhart 30 Sekunden lang regungslos, um dann gleich wieder getimt in den Song einzusteigen. Der Saal tobte. Das zu Recht.
Unterhaltung ist mehr als nur die geballte Ladung von endlos scheinenden Harmonica Solos, die findet man bei den Shacks nicht. Von vielleicht 15 Songs werden "nur" 5 mit Harp begleitet. Was bedeutet das ? Nun, im Grunde ja, das stattdessen was anderes zu hören sein muss. Genau! Der Schwerpunkt bei den Shacks liegt auf den Songs, dem Gesang, dem Zusammenspiel von Musikern die ihr Handwerk verstehen und damit nichts beweisen müssen.
Andreas Arlt an der Gitarre zählt zu den Besten in Deutschland. Seine Fertigkeiten und Fähigkeiten können mit denen eines Steve Freund, Ronnie Earl oder T-Bone Walker auf gleicher Höhe mithalten.
Ich lasse wie immer ein paar Fotos sprechen. Sie vermitteln einen Eindruck, aber wer nicht dabei war, hat wie immer was verpasst, diesmal aber was ziemlich geiles........all points!









Freitag, 1. Februar 2008

Emma ist von mir gegangen.....:-(

Es ist unerträglich - meine Katze Emma ist heute morgen gestorben.
Sie hatte eine chronische Niereninsuffizienz, die sie innerhalb von 3 Wochen dermaßen schwächte, das ich sie heute morgen einschläfern lassen musste. Das war eine Erfahrung, die ich niemanden wünsche. Es tut so weh.

Die "Grand Dame" war eine richtige Persönlichkeit mit Charakter und mein ganzer Stolz.
Sie saß an meiner Seite bei allem, was ich zu Hause zu erledigen hatte.

Sie fehlt mir sehr und ich muß jetzt mit meiner Trauer fertig werden. Hier ein Foto zu posten gehört für mich zum Abschiednehmen dazu. Ich danke allen, die das verstehen können.

Etwas von ihr wird immer neben mir sitzen und mich immer daran erinnern, das es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, für die es sich zu leben lohnt.

"Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für dich war, bin ich immer noch.
Gib mir den Namen, den du mir immer gegeben hast.
Sprich mit mir, wie du es immer getan hast.
Gebrauche nicht eine andere Lebensweise.
Sei nicht feierlich oder traurig.
Lache weiterhin über das,
worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Ich bin nicht weit weg,
ich bin nur auf der anderen Seite des Weges."

Fritz Reuter