Freitag, 23. November 2007

Harpspieler des Monats : Paul Oscher

Paul Oscher: Blues Sänger und Multi-Instrumentalist (Harp, Gitarre, Melodica, Piano & Bass Harp) spielte als erster Weißer von 1967 - 1972 in der Band von Muddy Waters, reihte sich also glanzvoll in die Liste der wohl berühmtesten Blues-Harpspieler ein, die dieser Erdenball je gehört hat: Little Walter, James Cotton, Junior Wells und Big Walter Horton.

Paul Oscher wurde in Brooklyn / New York geboren und fand mit 12 Jahren den Weg zum Blues, als ihm sein Onkel eine Marine Band schenkte. Die Anfänger auf der Harp lernte er von Jimmy Johnson, der aus dem Süden der Staaten kam und in sog. "Medicine Shows" als Harpspieler durch die Lande tourte.
Mit 15 hing Paul mit dem Gitarristen/Sänger little Jimmy Mae rum.

Paul traf Muddy Waters backstage in den 60er im berühmten Apollo Theater, Harlem. 1967 kam Muddy Waters ohne Harpspieler nach New York, das war der Moment für Paul zu zeigen was er kann. Zunächst mit nur 2 Songs:
"Baby Please Don’t Go" und "Blow Winds Blow."
Muddy Waters "überredete" Paul fest in der Band einzusteigen.
Neben Muddy Waters spielte Paul Oscher auch mit Größen wie: Otis Spann, Sammy Lawhorn, Pee Wee Madison und S.P. Leary, John Lee Hooker, Earl Hooker, Son House, Fred McDowell, Lightning Hopkins, T-Bone Walker, Albert King, Magic Sam and Big Mama Thornton. .

Paul lebte auch für einige Zeit in Chicago, im Haus von Muddy Waters, wo er von Otis Spann das Klavier Spielen lernte. Mit einem Blick über Muddys und Sammy Schulter lernte er auch die Blues Gitarre spielen.

Paul nahm für das Chess Label etliche Platten auf, meist im Gefolge von Muddy Waters und seiner Band. Diese Aufnahmen beeinflussten etliche Musiker. Paul blieb bis 1971 in Muddys Band, verliess sie dann aber um seine eigene Formation namens Brooklyn Slim zu gründen.

Mehr Informationen und eine ausführliche Diskographie findet ihr auf der Website von Paul Oscher : www.pauloscher.com


Intressant ist auch Paul Oschers Einsatz einer chromatischen Harp.
Schau selbst, wie klasse das klingt.




Die Solo-Alben von Paul Oscher kann ich jeden ans Herz legen, der den "alten" Sound aus Chicago liebt. Paul Oscher ist zeitlich irgendwo stecken geblieben und das ist gut so. Keine Experimente, kein Schnick-Schnack, keine Verzirrungen, sondern knisternde Collagen aus fetten Tönen (diatonisch, chromatisch, 1,2,3 Position), augenwinkelhängenden Bluesperlen und einer Stimme, die einen frösteln läßt.
Hier eine Liste der wichtigsten CDs.



ALONE WITH THE BLUES




THE DEEP BLUES OF Paul Oscher



DOWN IN THE DELTA



DEVIL KNOCKIN`ON YOUR DOOR



Paul Oscher & Steve Guyger
LIVING LEGENDS

Termine 2007

Der November hat sich ins Land geschlichen
und wie jedes Jahr ist die Vorweihnachtszeit
geprägt von Hetze, unerledigten Dingen,
Geschenke- und Konsumterror.

Der Stammtisch macht Winterpause. Das hat er auch verdient.
Im Dezember gibt es also keinen Termin
für ein nächstes Treffen.

Der Blog bleibt weiterhin aktiv und ich werde
Euch über die neuen Termine im Jahr 2008
rechtzeitig informieren.

Ich werde in den nächsten Weihnachtswochen
hier auf diesen Blog ein paar Rätsel rund um
das Thema Blues und Harp rein stellen. Damit
könnt Ihr Euch das schockgefrostete Hirn zermattern und
mit viel Geschick und Schnelligkeit etwas gewinnen.
Nichts aufregendes, nichts wertvolles, alles Zeug, was ich nicht mehr brauche, aber zum wegwerfen zu schade ist.
Also haltet die Augen auf, vor allem an den Adventssonntagen !!