Nachdem man sich durch die Schneise der winterlichen Kälte in die LOGE gewälzt hattte erwartete einem auf der Kegelbahn eine (zu) gut funktionierende Heizung. (Oder lag es daran, das zuvor eine vitale Alte-Damen-Kegelclub-Runde schwitzend den Raum belegte ?). Aber zum ruhige-Kugel-Rollen waren wir nicht da.7 interessierte Harper fanden sich ein und fachsimpelten recht zwanglos über dies und jenes, aber mehr über jenes als über dieses. OKay, ich gehe dann mal auf Details ein.
Wer war da ? Bertram, Martin, Ingo, Stefan, Christoph, ich und Berthold. In meiner Sitzkurve kam man gleich zum handwerklichen Geschick. Welch ein Glück für mich, denn ich hatte noch nicht die Chance LIVE zu sehen, wie Bertram recht fix und gewandt aus einer diatonischen Dur-Stimmung durch Abfeilen einiger Stimmungen eine Mollstimmung zauberte. Recht schönen Dank !!
Neben der rein praktischen Vorführung eines Abfeilens - vor allem WO man WIE abfeilt, und welches Werkzeug dafür benutzt werden sollte - erfuhr man, wie man alltägliches zum Stimmen zweck entfremden kann.
Da kamen metallene Schnellhefter-Klammern zum Vorschein oder die Metallblättchen, die sich in den Aufklebern von z.B. Parfümflaschen befinden. Deren Funktion besteht darin beim Ausgang Alarm zu schlagen, wenn man vergessen haben sollte das Parfüm zu bezahlen. Hier jedoch dienen sie zur Überprüfung des Zungen-Abstands im Kanzellenkörper der Harp.

Ich werde mir also demnächst meine verstimmten Schätzchen zur Brust nehmen und mal praktisch angehen, wie ich sie wieder flott machen kann.
Das geht aber nur wenn man so fit darin ist wie Bertram oder Martin. Aus deren erfahrung kann ich eine Menge lernen und ich freu mich schon jetzt wie ein kleines Kind unterm Weihnachtsbaum auf die ersten selbst gestimmten Harps. Okay, ein vielleicht langer Weg für mich, aber ich habs ja nicht eilig.
Ich denke, es hat jeden gefallen und das erste Treffen war nur der Einstieg zu weiteren Treffen.






